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"Wann, wenn nicht jetzt: Thüringen sozial regieren!"

Unter diesem Motto machte die Sommertour unserer Landespartei am Dienstag, dem 24.6., zweimal im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt Station. Bei durchgängig strahlendem Sonnenschein nutzten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger die Chance, in Saalfeld und Rudolstadt mit den hiesigen Wahlkreiskandidaten für die Landtagswahlen, Katharina König und Rainer Kräuter, sowie dem Thüringer Spitzenkandidaten, Bodo Ramelow, ins Gespräch zu kommen.

In der Saalfelder Fußgängerzone befragte Rainer Kräuter Katharina König. Themen waren unter anderem, wie die Tochter eines Pfarrers zur Politik kam, welche Ausbildungs- und Studienzeiten sie wo zurückgelegt hatte, wie sie schließlich nach Saalfeld kam und warum sie das Wahlkreisbüro „Haskala“ als Jugendbüro einrichtete. Interessant war es, zu erfahren, dass Katharinas politischer Ansatz die ungenügende Jugendarbeit war. Sie will praktisch etwas für die Menschen tun, dabei nichts versprechen, was sie nicht halten kann.

Rainer Kräuter diskutierte mit Katharina die Fragen der Inneren Sicherheit. Dabei machte die Direktkandidatin für den Wahlkreis 29 deutlich, dass es der NSU-Untersuchungsausschuss in der 6. Periode des Thüringer Landtages fortgesetzt werden muss, um die angefangenen Arbeiten abzuschließen.

Mit großem Respekt sprach Katharina über die Arbeit der Polizei, sei es im LKA oder in den Polizeidienststellen des Landes. Dort gibt es viele kluge Leute, die richtig was können und eine tolle Arbeit machen. Kritischer betrachtete sie die Bereitschaftspolizei des Freistaates Thüringen, als es um die Frage der Kennzeichnungspflicht ging. Katharina und Rainer waren sich darüber einig, dass dort, wo rechtsstaatliche Prinzipien herrschen, auch die Möglichkeit einer Kontrolle vorhanden sein muss. Mit einer anonymisierten Kennzeichnungspflicht, auch bei geschlossenen Polizeieinsätzen, könnte diese Kontrolle der Polizei besser durchgesetzt werden.

Auf ihr Verhältnis zum Verfassungsschutz angesprochen erklärte Katharina, dass sie keine Notwendigkeit für diese Organisation sieht – der Verfassungsschutz gehöre abgeschafft.
Als Rainer Kräuter das Argument vorbrachte, dass doch der Verfassungsschutz die Verfassung schütze, bemerkte Katharina, dass auch Zitronenfalter keine Zitronen falten und untersetzte ihre folgende Argumentation mit Erlebnissen aus ihrer parlamentarischen Arbeit: „Wenn die Kontrolleure einer Organisation nicht wissen, dass diese Organisation eine Außenstelle hat, dann gehört diese Organisation aufgelöst.“ Bei der Organisation handelt es sich um den Verfassungsschutz, bei den Kontrolleuren um die Parlamentarische Kontrollkommission (PKK) und bei der Außenstelle um die erst jüngst bekanntgewordene Außenstelle des Verfassungsschutzes, die seit über 10 Jahren unbemerkt von den Kontrolleuren agieren konnte.

Dann konnte Rainer Kräuter den Spitzenkandidat unseres Landesverbandes, Bodo Ramelow, auf dem Trailer begrüßen. In der folgenden Diskussion wurde der Bogen gespannt von Tourismusförderung über die Stromtrasse an der A9 bis zur aktuellen politischen Großwetterlage in Thüringen.

Nach Interviews für SRB und Presse gelang es, mit Bodo Ramelow noch rechtzeitig die geplante Führung in den Feengrotten zu erreichen. Die Geschäftsführerin, Frau Wagner, begrüßte den Spitzenkandidaten der Thüringer LINKEN. Im Gespräch über den Thüringer Tourismus und dessen notwendige Vernetzung erklärte Bodo Ramelow, dass Frau Wagner bei ihm gerade offene Türen einrenne. Der Besuch der Grotten war ein nahezu unwiederholbares Erlebnis: nach wochenlanger Trockenheit tropften die Tropfsteine – ihrem Namen zum Trotz – nicht. Die Spiegelungen waren perfekt. Geführt wurden wir durch einen uralten Bergmann (er sprach von 500 Jahren), der mich irgendwie an Reinhardt Bähring erinnerte. Vielleicht sein Ur-Ur-Ur-…-Urgroßvater…

Das Mittagessen fand dann in der neueröffneten Traditionsgaststätte „Das Loch“ statt.
Viel Zeit blieb nicht, denn um 15 Uhr ging die Trailer-Tour in Rudolstadt am Güntherbrunnen weiter. Hier wiederholte sich das Prozedere vom Vormittag, nur dass es jetzt Katharina König war, die Rainer Kräuter befragte. Rainer machte in seinen Antworten deutlich, dass für ihn nach einer Wahl in den Landtag die Arbeitnehmerrechte nach dem Betriebsverfassungsgesetz – und für den öffentlichen Dienst die Rechte der dort Beschäftigten nach dem Personalvertretungsgesetz – wichtige Arbeitsschwerpunkte sein werden.

Im Anschluss folgte auch in Rudolstadt die Befragung unseres Ministerpräsidentenkandidaten. Wie zuvor bereits in Saalfeld lauschten auch hier viele Interessierte.

Und hier noch die „Credits“:
Dank an alle fleißigen Helfer_innen, die diesen Tag zum Erfolg werden ließen: Dank für die Organisation im Vorfeld, für Auf- und Ab- und nochmaligen Auf- und Abbau von Trailer und Technik, Infoständen und Biergarnituren, für den Ausschank roter Brause und die Produktion von Popcorn, für die Mitarbeit im Laufe des Tages, für Beschallung und Betreuung, einfach fürs „da-gewesen-sein“,…

Großer Dank an Petrus, der uns Sonne bescherte und es erst am Folgetag heftig regnen ließ. Und besonderen Dank an das „Direktkandidatenteam“ Katharina und Rainer, Dank an unseren MP-Kandidaten Bodo!

B.P.


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