Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Team

100 Jahre 8-Stunden-Arbeitstag: Darf’s nun etwas weniger sein?

Die Arbeitsgruppe ‚ArbeitFairTeilen‘ der außerparlamentarischen Organisation Attac hat heute zu einer Festveranstaltung nach Erfurt eingeladen, um den100. Jahrestag der Einführung der 8-Stunden-Arbeitstags als Kampferfolg der Arbeiterschaft zu würdigen. Rainer Kräuter dazu: „Die Gewerkschaften und Arbeiterinnen und Arbeiter dürfen diese Errungenschaft nicht hergeben. Sie müssen diese nicht nur verteidigen, sondern erweitern. Nun müssen wir mindestens über den 6-Stunden-Tag diskutieren.“

Im November 1918 beschloss der Rat der Volksbeauftragten die den 8-Stunden-Tag einführende Anordnung über die Regelung der Arbeitszeit gewerblicher Arbeiter. 100 Jahre später ist auch diese Errungenschaft der Arbeiterinnen und Arbeiter ein hart umkämpftes Themenfeld der Arbeitgeber und der Arbeitnehmervertretungen. Rainer Kräuter, gewerkschaftspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, fordert: „Die Gewerkschaften und Arbeiterinnen und Arbeiter dürfen diese Errungenschaft nicht hergeben. Sie müssen diese nicht nur verteidigen, sondern erweitern. Nun müssen wir mindestens über den 6-Stunden-Tag diskutieren.“

Die Arbeitsgruppe ‚ArbeitFairTeilen‘ der außerparlamentarischen Organisation Attac hat heute zu einer Festveranstaltung nach Erfurt eingeladen, um den einhundertsten Jahrestag dieses Kampferfolges der Arbeiterschaft zu würdigen. Rainer Kräuter: „Ich danke dem Organisationsteam ausdrücklich für diese Festveranstaltung und hoffe, dass sie dazu beiträgt, den heute etwas kampfesmüden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aufzuzeigen, dass auch der 8-Stunden-Tag nicht vom Himmel gefallen ist, sondern Ergebnis harter Kämpfe war. Und nach 100 Jahren sollten wir auch über die grundsätzliche Verkürzung von Arbeitszeit diskutieren. Einige Gewerkschaften und auch DIE LINKE sind da schon gut aufgestellt und diskutieren bspw. den 6-Stunden-Arbeitstag – selbstverständlich bei vollem Lohnausgleich.“

Einige Tarifverträge sehen aktuell schon vor, dass die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zwischen entweder mehr Geld oder weniger Arbeitszeit bei gleichem Geld entscheiden können. Und wenn die Tarifverträge gut ausgehandelt sind und der Lohn stimmt, entscheiden sich zunehmend mehr Beschäftigte für mehr Zeit mit der Familie, für das Hobby oder einfach Freizeit. Der Gewerkschaftspolitiker appelliert: „Dass solche zukunftsorientierten Arbeitszeitmodelle nur in Branchen möglich sind, in denen auch die Gewerkschaften gut organisiert sind, sollte ein Signal an alle Beschäftigten sein, sich in der Gewerkschaft zu engagieren und gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen für neue Ideen und Forderungen zu kämpfen.“